From Responsive Molecules to Functional Interfaces (Universität Leipzig / Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung - IOM)
Projektteam
Prof. Dr. Ralf Tonner-Zech / Prof. Dr. Kirsten Zeitler / Jun.-Prof. Dr. Julia Westermayr / Prof. Dr. Jonas Warneke (Universität Leipzig)
Zeit & Ort
24. November 2026 im Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung - IOM
Ziel
Ausgangspunkt des Workshops ist das Ende 2025 vom Rektorat der Universität Leipzig genehmigte Emerging Field ReMIL („Responsive Molecules and Ions in Layers“). ReMIL bündelt in Leipzig bereits jetzt komplementäre Expertise in der theoretischen Beschreibung von Grenzflächenreaktionen und Dünnschichtbildung, in der Synthese responsiver Moleküle, der präparativen Massenspektrometrie und ionenbasierten Schichtbildung, in der zeitaufgelösten Grenzflächenspektroskopie sowie in datenwissenschaftlichen und KI-basierten Methoden. Inhaltlich adressiert ReMIL die rationale Gestaltung ultradünner funktionaler Schichten an Grenzflächen – insbesondere durch atomar kontrollierte Schichtbildungsprozesse, responsive molekulare Bausteine und neue analytische sowie datengetriebene Zugänge.
Ziel der LSN NetzWerkstatt ist es nun, dieses wissenschaftliche Profil systematisch über den Kreis der ReMIL-PIs hinaus zu erweitern und gezielt mit weiteren Forschenden aus Leipziger Forschungseinrichtungen zusammenzuführen. Dadurch soll mittelfristig ein neues, standortprägendes Kooperationsfeld an den Schnittstellen von funktionalen Grenzflächen, materialbezogener Molekülwissenschaft, in-situ-Analytik, Datenwissenschaft und anwendungsnaher Transformation entstehen.
Dabei sollen insbesondere die bereits im ReMIL-Antrag skizzierten Anknüpfungspunkte über den Kernbereich des Emerging Fields hinaus in Richtung Kreislaufwirtschaft, Biowissenschaften, Medizin und Umweltanalytik ausgebaut und mit Leben gefüllt werden. Der Workshop setzt dabei bewusst auf ein Kennenlernen und einen inhaltlichen Austausch mit dem Ziel, erste gemeinsame Stoßrichtungen zu entwickeln. Nach kurzen Impulsvorträgen aller Beteiligten werden die Diskussionen daher dann in kleineren, thematisch passenden Gruppen fortgeführt und anschließend im Plenum wieder zusammengeführt. Zum Abschluss werden dann für Unterthemen Verantwortliche identifiziert, die diese eigenverantwortlich weiter etablieren sowie eine Zeitlinie für die weiteren Gespräche vereinbart. Bewusst sind auch großzügige Austauschphasen eingeplant, da erfahrungsgemäß die Gespräche in diesen Phasen besonders wichtig für den Aufbau fruchtbarer Kontakte sind. Denkbar sind im Nachgang aufbauend kleinere Folgetreffen einzelner Interessengruppen, eine fokussierte Erweiterung des ReMIL-Kerns oder – bei ausreichender thematischer Verdichtung – in einem späteren Schritt auch die Prüfung einer größeren Verbundperspektive. Die NetzWerkstatt schafft somit eine belastbare Grundlage für künftige Kooperationen, ohne für ein erstes Treffen bereits zu weitgehende Ergebnisse vorauszusetzen.