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Leipzig Science Network

Leipziger Beiträge zum Forum Wissenschaftskommunikation

Leipzig wird im Dezember 2026 zum bundesweiten Treffpunkt der Wissenschaftskommunikation. Wenn das Forum Wissenschaftskommunikation am 9. und 10. Dezember 2026 in die Messestadt kommt, gestaltet das Leipzig Science Network (LSN) gemeinsam mit seinen Mitgliedseinrichtungen, der Stadt Leipzig und weiteren Partnern Programm und Rahmenveranstaltungen aktiv mit. Hier sind die Beiträge von Leipziger Kommunikationsfachleuten und Wissenschaftler:innen aufgelistet. Das ganze Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es bei Wissenschaft im Dialog: Programm und Anmeldung zum Forum Wissenschaftskommunikation 2026

Dienstag, 8.12. / 13 bis 18 Uhr

Junges Forum 2026

Das Junge Forum ist eine halbtägige Konferenz im Vorfeld des Forum Wissenschaftskommunikation. Eingeladen sind junge Wissenschaftskommunikator*innen mit bis zu vier Jahren Berufserfahrung sowie junge kommunizierende Forschende. Mit maßgeschneiderten Workshops und ausreichend Raum für Networking bietet das Junge Forum eine einzigartige Plattform, um Kenntnisse und Kompetenzen in der Wissenschaftskommunikation zu erweitern sowie Kontakte zu knüpfen.
Das Junge Forum 2026 wird von Wissenschaft im Dialog gemeinsam mit dem NaWik, dem Futurium, PhDSciCom und dem Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) in Leipzig durchgeführt. Das Junge Forum wird gefördert von der Klaus Tschira Stiftung.

Dienstag, 8.12. / 16.00 bis 18.00 Uhr

Von Kaffee(-kantate) bis AR-Brille – Auf Bachs Spuren in der Musikstadt Leipzig

Rundgang mit Gespräch und immersivem Erlebnis
Veranstalter: Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, in Kooperation mit dem Bach-Archiv Leipzig
Wer sich für Musik begeistert, kommt an Leipzig kaum vorbei. Bach, Mendelssohn Bartholdy, Schumann, Wagner – große Namen prägen eine lebendige Musikkultur, die von Gewandhaus, Thomanerchor, Oper bis hin zu kreativer freier Szene; von Festivals über Wissenschaft bis Museen reicht. Damit der erste Forum-Tag gleich mit bekannten Gesichtern beginnt, laden wir zunächst zu einem klangvollen Kennenlern-Kaffee in die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig ein. Von der Villa Klinkhardt, Akademie-Sitz im Leipziger Musikviertel, starten wir anschließend zu einem kurzen Spaziergang zu ausgewählten Musik-Orten der Stadt. 17 Uhr gibt dann das Bach-Archiv Einblick in ein besonderes Wisskomm-Projekt: Ein Treffen mit Johann Sebastian Bach persönlich am Cembalo – AR-Brillen machen es möglich.Hinweis: Das Programm enthält Licht- und Bildeffekte, die bei Personen mit Photosensibilität epileptische Anfälle hervorrufen können.

Startpunkt: Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Villa Klinkhardt), Karl-Tauchnitz-Straße 1, 04107 Leipzig

(Ende der Tour: Bach-Archiv, Thomaskirchhof 15/16, 04109 Leipzig)

Blitze und andere faszinierende Wirkungen von Elektrizität im Hochspannungslabor der HTWK Leipzig (ab 17:00 Uhr)

Veranstalter: Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig)
Wie lassen sich elektrische Spannungen mit bis zu 400.000 Volt nahbar vermitteln? So viel Spannung wird beispielsweise benötigt, um große Energiemengen über hunderte Kilometer zu transportieren. Bei der Laborbesichtigung im Hochspannungslabor der HTWK Leipzig können Gäste solch hohen Spannungen sehr nahekommen und das absolut sicher. Sie können die Kraft starker elektrischer Felder durch schwebende Strohhalme sowie sich schnell drehende Räder und durch den Raum bewegende Körper deutlich erleben. Besonders eindrucksvoll ist ionisiertes, leuchtendes Gas in Form von Funken und Lichtbögen. Man kann es sehen, hören und sogar riechen. Jedes Experiment wird erklärt und der Bezug zum Alltag wird kommuniziert – so wird Wissenschaft für die Besucher*innen noch greifbarer.
Ort: HTWK Leipzig, Wiener-Bau, Wächterstraße 13, 04107 Leipzig, Raum W 16

Dienstag, 8.12. / 18:00 bis 20:00 Uhr

Das Kneipengespräch

Gespräch und Diskussion
Veranstalter: Stadt Leipzig

Das „Kneipengespräch“ bringt einmal im Monat Expert*innen mit interessierten Bürger*innen zu einem aktuellen Thema außerhalb von wissenschaftlichen Räumen in den Austausch. Die Themen umfassen alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens und des öffentlichen Diskurses, so ging es in der Vergangenheit bereits um Kommunalfinanzen, die geplanten Reformen im Gesundheitssystem, ein mögliches Social-Media-Verbot und die Machtansprüche Chinas. Die Expertise kommt aus der Leipziger Wissenschaft, die Fragen von den Gästen.
Ort: Gaststätte Gambrinus, Odermannstraße 12, 04177 Leipzig

Hidden Places der Deutschen Nationalbibliothek

Rundgang (Dauer: 60 Minuten)
Veranstalter: Deutsches Buch- und Schriftmuseum
Ein Blick hinter die Kulissen des größten Wissensspeichers in Deutschland: Mit über 600 Räumen ist die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig ein einzigartiger Ort des Wissens – und ein Eldorado an Geschichten. Der Rundgang bietet einen Blick hinter die ein oder andere sonst verschlossene Tür im „Gedächtnis der Nation“. Vom Keller bis unters Dach, vom Grundstein über Magazinräume bis zum sagenhaften Rundblick über Leipzig: Die rund einstündige Tour führt durch ein Gebäude, das seit seiner Gründung 1913 stetig gewachsen ist – und stetig weiterwächst.

Ort: Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutscher Platz 1, 04103 Leipzig

Blitze und andere faszinierende Wirkungen von Elektrizität im Hochspannungslabor der HTWK Leipzig

Laborbesichtigung mit physikalischen Experimenten (Dauer: 45 Minuten)
Veranstalter: Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig)
Wie lassen sich elektrische Spannungen mit bis zu 400.000 Volt nahbar vermitteln? So viel Spannung wird beispielsweise benötigt, um große Energiemengen über hunderte Kilometer zu transportieren. Bei der Laborbesichtigung im Hochspannungslabor der HTWK Leipzig können Gäste solch hohen Spannungen sehr nahekommen und das absolut sicher. Sie können die Kraft starker elektrischer Felder durch schwebende Strohhalme sowie sich schnell drehende Räder und durch den Raum bewegende Körper deutlich erleben. Besonders eindrucksvoll ist ionisiertes, leuchtendes Gas in Form von Funken und Lichtbögen. Man kann es sehen, hören und sogar riechen. Jedes Experiment wird erklärt und der Bezug zum Alltag wird kommuniziert – so wird Wissenschaft für die Besucher*innen noch greifbarer.
Ort: HTWK Leipzig, Wiener-Bau, Wächterstraße 13, 04107 Leipzig, Raum W 16

Übergreifend

Freies Format "Audio-Compilation „Ich hab ’ne Krise“"

Autorinnen: Laura Hofmann / Merle Faensen, Smart Farming Lab an der Universität Leipzig
Wer darf wie, wann, wo und warum über Krisen sprechen? – Fragen, denen sich auch die Wissenschaftskommunikation stellen sollte. Die Installation zeigt zwei Drehscheiben-Telefone. Ein Gerät präsentiert eine bereits im Voraus kuratierte Audio-Compilation „Ich hab ’ne Krise“, die durch Abnahme des Telefonhörers hörbar wird. Das zweite Gerät lädt mit einem kurzen Intro dazu ein, eine Audio-Nachricht zum Konferenzthema aufzunehmen. Gesprochen wird in den Hörer direkt „Nach dem Beep“. Die mitgebrachte Stimmensammlung soll einen Diskurs zum Konferenzthema ermöglichen, der über die Perspektiven der Teilnehmenden hinaus geht und auch nicht-akademischen Stimmen Teilhabe ermöglicht. Die Praxis des Zuhörens, die in Zeiten der Krise unabdingbar ist, wird so auf eindrückliche Weise erlebbar. 

Mittwoch, 9.12.2026 / 11.30 bis 13.00 Uhr

Kurzvortrag "Leipziger Pflastergeschichte/n"

Referentin: Stephanie Weismann, Leibniz-Institut für die Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO)
Citizen Science fußläufig  Menschen begegnen sich im öffentlichen Raum und gehen doch meist aneinander vorbei. Ein ähnliches Nebeneinander lässt sich oft auch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft feststellen. Das Citizen-Science-Projekt „Leipziger Pflastergeschichte/n“ geht jetzt buchstäblich auf der Straße aufeinander zu: Seit Mai 2026 erforscht es die Geschichte lokaler Straßenbeläge und verknüpft historische Infrastrukturforschung mit den Alltagsgeschichten der Bürger*innen. Der Beitrag reflektiert Kernfragen der Wissenschaftskommunikation: Wie gelingt der Wissenstransfer „von unten“ und wie erreicht man die Teilhabe von Menschen jenseits der akademischen Bubble? Vorgestellt werden Methoden und Dynamiken des Austauschs auf Augenhöhe. Ein Plädoyer für nahbare, mobile Wissenschaftskommunikation – in Leipzig.  

Kurzvortrag "Der KreisLauf: Eine Wandertour zwischen Stadtraum, Storytelling und Stoffkreisläufen"

Referentin: Eva Siebenhühner, Deutsches Biomasseforschungszentrum (DBFZ)
Wie lassen sich komplexe Forschungsthemen wie Bioökonomie und Zirkularität alltagsnah vermitteln? Der „KreisLauf“ bringt Wissenschaft dorthin, wo Menschen unterwegs sind: in den Stadtraum. Die interaktive Wandertour durch die Leipziger Innenstadt verbindet fünf analoge Stationen mit digitalen Multimediastories und macht Themen wie Reststoffe, Bioabfälle und Kreislaufwirtschaft erlebbar.
Der Vortrag gibt Einblicke in Konzeption, Umsetzung und Kooperationen (u. a. mit der Stadtreinigung Leipzig), beleuchtet Herausforderungen und Lessons Learned. Wie lässt sich das Format mit Blick auf einen bewussteren Umgang mit unseren Ressourcen auf andere Kommunen übertragen? Neugierig geworden? Der KreisLauf kann während des fwk direkt vor Ort erkundet werden, die Geokoordinaten geben wir vorab mit.   

Aussteller*innentalk "Einfach einfach machen?"

Referentin: Katja Maasch, Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ)
Verständliche Sprache gehört zum Alltagsgeschäft der Wissenschaftskommunikation. Sie bedeutet ein Zugehen auf Zielgruppen und ermöglicht wortwörtlich, dass sich alle verstehen. Doch die Frage, was verständlich ist, setzt 3 Dinge voraus: eine klar umrissene Zielgruppe, eine zum jeweiligen Medium passende Sprache und nachvollziehbare Kriterien der Vereinfachung. Gerade letzteres ist von zentraler Bedeutung. Wenn Kommunikator*innen kapazitär an ihre Grenzen kommen, müssen sie Wissenschaftler*innen befähigen, solche Anpassungen selbst vorzunehmen. Das braucht Vertrauen, denn die Reduzierung von Komplexität ist oft eine unbeliebte Aufgabe. In diesem Kurzvortrag wird gezeigt, wie dies am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt organisiert wird und welche Tools dafür genutzt werden.

Freies Format "Debate to Survive – Ein Escape Game zum Zusammenhalt in der Klimakrise"

Durchgeführt von: Manuel Steinert / Katja Maasch / Sarah Ketterer / Sarah Lempp / Kristin Voigtländer, Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ)
Tarenholm, 2035. Nach verheerenden Fluten und Hitzewellen wurde die alte Regierung gestürzt. Jetzt sind Sie dran! Mit je 4 Personen übernehmen Sie die Regierungen von zwei benachbarten Inselstaaten und müssen fünf akute Entscheidungen treffen, die die Insel vor weiteren Klimafolgen schützen. Doch Industrie, freie Bürger*innen, Klimaschützer*innen und Sozialverband wollen unterschiedliche Antworten von Ihnen. Und ohne ihren Rückhalt bröckelt der Zusammenhalt. Wählen Sie weise, schließen Sie Kompromisse, kooperieren Sie mit dem Nachbarstaat – oder die Insel versinkt im Chaos. Ein interaktives Escape Game mit anschließender Reflexion, das erlebbar macht, wie wichtig Zusammenhalt in der Krise ist – und wie schwierig er erreicht werden kann.  

Mittwoch, 9.12.2026 / 14.15 bis 15.45 Uhr

Freies Format "Debate to Survive – Ein Escape Game zum Zusammenhalt in der Klimakrise"

Durchgeführt von: Manuel Steinert / Katja Maasch / Sarah Ketterer / Sarah Lempp / Kristin Voigtländer, Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ)
Tarenholm, 2035. Nach verheerenden Fluten und Hitzewellen wurde die alte Regierung gestürzt. Jetzt sind Sie dran! Mit je 4 Personen übernehmen Sie die Regierungen von zwei benachbarten Inselstaaten und müssen fünf akute Entscheidungen treffen, die die Insel vor weiteren Klimafolgen schützen. Doch Industrie, freie Bürger*innen, Klimaschützer*innen und Sozialverband wollen unterschiedliche Antworten von Ihnen. Und ohne ihren Rückhalt bröckelt der Zusammenhalt. Wählen Sie weise, schließen Sie Kompromisse, kooperieren Sie mit dem Nachbarstaat – oder die Insel versinkt im Chaos. Ein interaktives Escape Game mit anschließender Reflexion, das erlebbar macht, wie wichtig Zusammenhalt in der Krise ist – und wie schwierig er erreicht werden kann.  

Mittwoch, 9.12.2026 / 16.30 bis 18.00 Uhr

Workshop "Die schonungslos ehrliche Evaluation: Vom Selbstzweck zur gesellschaftlichen Wirkung"

Referenten: Katja Maasch / Manuel Steinert / Sarah Ketterer, Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ)
Evaluation ist noch immer ein Stiefkind der Wissenschaftskommunikation: Alle wissen, dass sie wichtig ist, doch am Ende fehlen Zeit, Ressourcen und oft auch Lust – zum Einsatz kommt sie meist dann, wenn Förderer Zahlen erwarten. Wer mit Formaten aber wirklich „aufeinander zugehen“ und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken will, kommt an unbequemen Fragen nicht vorbei: Warum sollte eine Zielgruppe sich Zeit für mein Angebot nehmen? Was habe ich ihr anzubieten, das gegen andere (eskapistische) Freizeitoptionen bestehen kann – gerade in krisenhaften Zeiten? Wie höre ich im Dialog wirklich zu? Im Workshop arbeiten wir mit Fallbeispielen an konsequenter, formativer Evaluation auf Arbeitsebene und schaffen einen geschützten Raum, um ehrlicher, kritischer und zugleich motivierter zu werden.

Workshop "KI be-greifen: Tangible AI als Methode der Wissenschaftskommunikation"

Referenten: Karola Köpferl / Dr. Albrecht Kurze, beide TU Chemnitz) / Dr. Thomas Burghardt, ScaDS.AI Dresden/Leipzig
Wissenschaftskommunikation zu KI bleibt oft abstrakt: Prozesse laufen unsichtbar, Antworten erscheinen glatt am Bildschirm. Anders hier: Eine DDR-Schreibmaschine, per Mikrocontroller mit einem Sprachmodell verbunden, wurde über drei Jahre in öffentlichen Formaten mit unterschiedlichen Nutzergruppen eingesetzt; über 2.500 Prompts wurden ausgewertet. Im Workshop stellen wir Be-greifbare KI/Tangible AI als praxiserprobte WissKomm-Methode vor. Nach einer kurzen Demo arbeiten die Teilnehmenden heraus, wie Materialität, Reibung, Langsamkeit und Co-Design Räume für Fragen nach Vertrauen, Kontrolle, Ressourcenverbrauch und Verantwortung öffnen. Ziel ist der Transfer: In Kleingruppen entstehen eigene Konzepte für be-greifbare KI- und Tech-Formate in der WissKomm-Praxis.

Mittwoch, 9.12.2026 / 16.30 bis 17.45 Uhr

Freies Format "Debate to Survive – Ein Escape Game zum Zusammenhalt in der Klimakrise"

Durchgeführt von: Manuel Steinert / Katja Maasch / Sarah Ketterer / Sarah Lempp / Kristin Voigtländer, Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ)
Tarenholm, 2035. Nach verheerenden Fluten und Hitzewellen wurde die alte Regierung gestürzt. Jetzt sind Sie dran! Mit je 4 Personen übernehmen Sie die Regierungen von zwei benachbarten Inselstaaten. In 35 Minuten müssen Sie fünf akute Entscheidungen treffen, die die Insel vor weiteren Klimafolgen schützen. Doch Industrie, Freie Bürger, Klimaschützer und Sozialverband wollen unterschiedliche Antworten von Ihnen. Und ohne ihren Rückhalt bröckelt der Zusammenhalt. Wählen Sie weise, schließen Sie Kompromisse, kooperieren Sie mit dem Nachbarstaat – oder die Insel versinkt im Chaos. Ein interaktives Escape Game mit anschließender Reflexion, das erlebbar macht, wie wichtig Zusammenhalt in der Krise ist – und wie schwierig er erreicht werden kann.

Mittwoch, 9.12. / 19:00-23:59 Uhr

Get-together im Paulinum der Universität Leipzig

Zum Abschluss des ersten Tages laden das Leipzig Science Network und die Stadt Leipzig zum Get-together in das Paulinum der Universität Leipzig. Mit Chanson, Orgel und Big Band erwartet Sie ein Einblick in die künstlerischen Facetten der Leipziger Wissenschaft. Auch für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt (Buffet & Drinks). 
Programm:
Musikalische Eröffnung: Universitätsmusikdirektor Prof. David Timm (Universität Leipzig)
Begrüßung: Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur, Dr. Skadi Jennicke (Stadt Leipzig), und Prorektor für Exzellenzentwicklung: Forschung und Transfer, Prof. Dr. Jens-Karl Eilers (Universität Leipzig)
Musiktheater/Chanson: Studierende vom Schauspielinstitut „Hans Otto“ (Hochschule für Musik und Theater, HMT)
Abschluss: Unibigband Leipzig (UBB Leipzig)

Donnerstag, 10.12. / 9.00 bis 10.15 Uhr

Panel des WiD

Mit: Dr. Benedikt Fecher, WiD / Dr. Manja Schüle, Land Brandenburg / Dr. Marcus Pleyer, BMFTR / Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph M. Schmidt, Leibniz-Gemeinschaft / Prof. Dr. Inés Obergfell, Universität Leipzig
tba

Workshop "Glauben Sie nicht alles, was Sie denken! Wisskomm aus anderen Perspektiven erleben"

Referenten: Carolin Demus / Jan Tschatschula, Universität Leipzig
Wen erreichen wir mit unserer Kommunikation und wen nicht?
Meist gehen wir davon aus, dass unsere Inhalte für alle verständlich, relevant und zugänglich sind. Doch Wahrnehmung hängt immer von der eigenen Perspektive ab.
In diesem interaktiven Workshop verlassen die Teilnehmenden ihre gewohnte Sichtweise und nehmen eine andere Identität an. Durch diesen Perspektivwechsel erleben sie Wissenschaftskommunikation neu, hinterfragen Annahmen über Zielgruppen und entdecken übersehene Perspektiven in Sprache, Ansprache und Formaten. Gemeinsam entwickeln wir Ideen und Strategien, um die Lebensrealitäten unserer Zielgruppen mitzudenken und diese kommunikativ abzuholen. Die Ergebnisse fließen in eine praxisnahe Checkliste und sollen als Gastbeitrag publiziert werden (z. B. auf wisskomm.de).

Donnerstag, 10.12. / 9.00 bis 10.30 Uhr

Kurzvortrag "Gemeinsam sind wir stärker – Das Netzwerk Wissenschaftskommunikation an der Universität Leipzig"

Referentin: Nina Vogt, Universität Leipzig
Gemeinsam sind wir stärker – das gilt auch für den Bereich Wissenschaftskommunikation. Das Netzwerk Wissenschaftskommunikation an der Universität Leipzig bietet seit 2022 Raum für Austausch, Praxiseinblicke und neue Impulse. Kommunikator*innen und Forschende aller Leipziger Wissenschaftseinrichtungen kommen regelmäßig zusammen, um Wissenschaftskommunikation gemeinsam voranzubringen. Von einem jährlichen Symposium über monatliche Lunchtalks und gemeinsame Qualitätsstandards bis hin zum 2026 erstmals vergebenen Preis für Wissenschaftskommunikation: Das stetig wachsende, stadtweite Netzwerk erschließt Synergien, stärkt Kompetenzen und macht Erfolge möglich und sichtbar.

Freies Format "Debate to Survive – Ein Escape Game zum Zusammenhalt in der Klimakrise"

Durchgeführt von: Manuel Steinert / Katja Maasch / Sarah Ketterer / Sarah Lempp / Kristin Voigtländer, Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ)
Tarenholm, 2035. Nach verheerenden Fluten und Hitzewellen wurde die alte Regierung gestürzt. Jetzt sind Sie dran! Mit je 4 Personen übernehmen Sie die Regierungen von zwei benachbarten Inselstaaten und müssen fünf akute Entscheidungen treffen, die die Insel vor weiteren Klimafolgen schützen. Doch Industrie, Freie Bürger, Klimaschützer und Sozialverband wollen unterschiedliche Antworten von Ihnen. Und ohne ihren Rückhalt bröckelt der Zusammenhalt. Wählen Sie weise, schließen Sie Kompromisse, kooperieren Sie mit dem Nachbarstaat – oder die Insel versinkt im Chaos. Ein interaktives Escape Game mit anschließender Reflexion, das erlebbar macht, wie wichtig Zusammenhalt in der Krise ist – und wie schwierig er erreicht werden kann.

Donnerstag, 10.12. / 11.30 bis 12.45 Uhr

Panel "Ungleich vereint? Wie Wissenschaft und Medien ostdeutsche Perspektiven sichtbarer machen können"

Mit: Katja Maasch, Rebecca C. Schmidt, beide FGZ Leipzig / Florian Meesmann, MDR / Prof. Dr. Gert Pickel, Universität Leipzig / Dr. habil. Mathias Berek, FGZ Berlin
Weit über 30 Jahre ist der Fall der Mauer her. Doch eine Trennung zwischen Ost und West bleibt gesellschaftlich spürbar – und verstärkt sich in den letzten Jahren zunehmend. Warum ist das so? Wie lässt sich der Zusammenhalt in – und mit – Ostdeutschland beschreiben? Wie entstehen Dialoge und Resonanzräume, die wirklich funktionieren? Welchen Beitrag kann die Wissenschaft(skommunikation) leisten, um die Ost-West-Dichotomie zu thematisieren, ohne sie zu reproduzieren? Und wie können ostdeutsche Erfahrungen angemessen repräsentiert werden? Hierzu tragen Forscher*innen sowie ein Beiratsmitglied des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt aus Berlin und Leipzig ihre Expertisen zusammen. Im Anschluss wird die Diskussion für Redebeiträge aus dem Publikum geöffnet.

Donnerstag, 10.12. / 11.30 bis 13.00 Uhr

Pitch "Verbinden, was zerfällt – Mit dem Wissenschaftsportal CrossArea gegen die Plattformfragmentierung der Wisskomm"

Referent: Roman Krawielicki, Research Centre Global Dynamics, Universität Leipzig
Video-Talks, hybride Panels, Podcasts, Blogs: Forschungseinrichtungen produzieren mit großem Aufwand multimediale Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen – doch vieles davon verschwindet auf YouTube-Kanälen, Projektseiten oder Social-Media-Feeds. Wie bleibt digitale Wissenschaftskommunikation in fragilen Informationsräumen anschlussfähig – über Institutions-, Plattform- und Ländergrenzen hinweg? Mit dem Wissenschaftsportal „CrossArea" wollen wir ein  kuratiertes Netz über geistes- und sozialwissenschaftlichen Content spannen: institutions- und plattformübergreifend auffindbar, kontextualisiert und dauerhaft referenzierbar. Das Projekt befindet sich in der Pilotphase; der Pitch lädt zu Feedback, Kritik und möglichen Kooperationen ein.

Workshop "Wisskomm inklusiv gestalten – aber wie?"

Referenten: Michelle Soldato, WiD / Miriam Welz, Universität Leipzig / Philipp Schrögel, TU Chemnitz / Christian Humm, Universität des Saarlandes
Inklusion ist in der Wisskomm längst kein Randthema mehr, scheitert jedoch oft an der Umsetzung. Im Workshop beleuchten wir Barrieren in der Wisskomm und reflektieren anschließend in einem Co-Creation-Prozess Ansätze für eine inklusivere Praxis. Zu Beginn stellen wir den Forschungsüberblick zu Barrieren und fehlender Diversität in der Wisskomm, das SciComm Diversity Wheel als Reflexionstool sowie Praxisempfehlungen vor. Ergänzt durch Wisskomm-Community-Erfahrungen aus einer digitalen Vorabumfrage diskutieren wir: Wie kann man Barrieren und Exklusionsmechanismen in der Wisskomm konkret begegnen? Was tun, wenn verschiedene Vorstellungen von Inklusion in Konflikt geraten? Wo stoßen wir an Grenzen? In Kleingruppen entwickeln wir Hands-On-Strategien für vier Situationen aus der Community. 

Donnerstag, 10.12. /13.30 bis14.05 Uhr

Netzwerke für Wissenschaftskommunikation im Austausch – Speed-Networking

Referentinnen: Nina Vogt / Monique Erlitz, Universität Leipzig
In diesem Speed-Networking lernen sich in kurzen Gesprächsrunden Netzwerk-Koordinator:innen kennen, tauschen Erfahrungen aus und sprechen über Ideen, Stolpersteine und bewährte Praxis. Gastgeber der Veranstaltung ist das Netzwerk Wissenschaftskommunikation an der Universität Leipzig.

Donnerstag, 10.12. / 14.15 bis 15.45 Uhr

Kurzvortrag "Kleines Budget – Großes Kino"

Referent: Jens Augustin, Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie
Interaktive Wissenschaftskommunikation zu gesellschaftlich relevanten Forschungsthemen braucht nicht zwangsläufig große Budgets und umfangreiche personelle Ressourcen. Mit dem Leipziger Wissenschaftskino haben wir ein Format etabliert, das auch Kommunikationsstellen mit knappen Mitteln realisieren können. Es öffnet den Dialog zwischen Stadtgesellschaft und Forschung – von globalen Themen bis hin zu spezialisierten Nischen. Wir zeigen, wie sich mit einem Sachbudget von unter 500 € und durch kooperative, pragmatische Zusammenarbeit unterschiedlichster Akteure ein wirkungsvolles, gesellschaftsnahes Angebot der Wissenschaftskommunikation umsetzen lässt.

Kurzvortrag "28 Institute, 3 Plattformen, 1 Mammutaufgabe: Wie das Leibniz-Lab Transformation auf Social Media vermittelt"

Referentin: Leonie Beyerlein, Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL)
Was können wir aus vergangenen Krisen für unsere Gegenwart und Zukunft lernen? Diese Frage möchte das Leibniz-Lab „Umbrüche und Transformationen“ beantworten und bündelt die bestehenden Forschungserkenntnisse von 28 Leibniz-Instituten. Unser Wissen wollen wir an die Bevölkerung weitergeben. Auf Social Media (TikTok, Instagram & YouTube) vermitteln wir die Forschungsinhalte in kurzen Videos auf informative und zugleich unterhaltsame Weise. Aber gerade im Internet ist es verdammt schwierig, die Aufmerksamkeit von (jungen) Menschen (ohne akademischen Hintergrund) zu gewinnen. Erfahren Sie hier, wie das manchmal gelingt - aber oft auch nicht.

Workshop "Praxislabor mit Rollenspiel: Vertrauenswürdige Wissenschaftskommunikation in polarisierten Debatten"

Referenten: Volker Hahn, iDiv – Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung / Nils Bienzeisler, IPN – Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik / Carsten Heckmann, Universität Leipzig
Wissenschaftliche Themen wie Biodiversität oder Gesundheit berühren häufig persönliche Überzeugungen; Wissenschaft wird dann oft als parteiisch wahrgenommen. Wie kann Kommunikation Vertrauen schaffen, auch bei „skeptischen“ Zielgruppen (Wissenschaftsskepsis, Schnittstellenskepsis)? Nach einem Input zur Wisskomm-Forschung simulieren die Teilnehmenden im Rollenspiel typische Kommunikationssituationen einer Pressestelle/Medienredaktion in Abstimmung mit Forschenden. In Gruppen entwickeln sie ihr Vorgehen, verfassen Texte und diskutieren sie im Plenum. Dabei werden Rollen, Tonalität und der Umgang mit Unsicherheiten, Fakten und Meinungen reflektiert. Leitfragen: Wie entsteht Vertrauen? Wo verlaufen Grenzen zw. Expertise, Fakten und Meinung? Wie kommuniziert man Forschung anschlussfähig?

Workshop "Lokal verbunden, gemeinsam stark? Chancen, Spannungsfelder und Perspektiven regionaler WissKomm-Netzwerke"

Referenten: Dr. Irene Broer, Maike Stelter, TU Braunschweig / Dr. Christoph Egle, AHA – The Science Communication Hub / Dr. Madlen Mammen, Universität Leipzig
Bundesweit entstehen zunehmend regionale WissKomm-Netzwerke. Geprägt von länderspezifischer Hochschulpolitik, Medienlandschaften und Forschungsschwerpunkten, schaffen sie Gemeinschaft für Praktiker*innen vor Ort, Zugänge zu lokalen Lebenswelten und Sichtbarkeit für kleinere Einrichtungen. Doch regionale Netzwerkarbeit wirft spezifische Fragen auf: Welchen Mehrwert bietet sie gegenüber bundesweiten Angeboten? Was verbindet WissKomm an Universitäten, HAWs, Forschungseinrichtungen, Museen und Science Centern? Wie gelingt produktive Zusammenarbeit und nachhaltige Verankerung? Drei Netzwerke geben Einblicke aus der Praxis. Gemeinsam erarbeiten die Teilnehmenden eine Landkarte zentraler Handlungsfelder und formulieren Thesen zur Orientierung für laufende oder künftige Netzwerkvorhaben.

Freies Format "Debate to Survive – Ein Escape Game zum Zusammenhalt in der Klimakrise"

Referenten: Manuel Steinert / Katja Maasch / Sarah Ketterer / Sarah Lempp / Kristin Voigtländer, Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ)
Tarenholm, 2035. Nach verheerenden Fluten und Hitzewellen wurde die alte Regierung gestürzt. Jetzt sind Sie dran! Mit je 4 Personen übernehmen Sie die Regierungen von zwei benachbarten Inselstaaten. In 35 Minuten müssen Sie fünf akute Entscheidungen treffen, die die Insel vor weiteren Klimafolgen schützen. Doch Industrie, Freie Bürger, Klimaschützer und Sozialverband wollen unterschiedliche Antworten von Ihnen. Und ohne ihren Rückhalt bröckelt der Zusammenhalt. Wählen Sie weise, schließen Sie Kompromisse, kooperieren Sie mit dem Nachbarstaat – oder die Insel versinkt im Chaos. Ein interaktives Escape Game mit anschließender Reflexion, das erlebbar macht, wie wichtig Zusammenhalt in der Krise ist – und wie schwierig er erreicht werden kann.

Donnerstag, 10.12. / 17.00 bis 19.00 Uhr

HGB & Baumwollspinnerei – Kunst und Kreativität erleben (Abfahrt Shuttlebus: 16:25 Uhr vor der Kongresshalle am Zoo)

Führung
Veranstalter: Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) & Baumwollspinnerei Leipzig
Die Baumwollspinnerei Leipzig ist mehr als ein historisches Industrieareal: sie ist ein Zentrum für zeitgenössische Kunst, kreative Ideen und lebendige Kultur. Heute beherbergt sie über 100 Ateliers, Galerien, Werkstätten und Kulturprojekte, auch von vielen Absolvent*innen der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB). Die Führung führt über das Spinnerei-Gelände und gewährt Einblicke in ausgewählte Galerien und Ateliers. Sichtbar werden dabei die Verbindung von Lehre, Kunstproduktion und öffentlicher Vermittlung. Damit trägt die Spinnerei maßgeblich zur kulturellen Identität der Stadt bei: Durch offene Ateliers, Kunstmärkte, Konzerte und Festivals macht sie Kunst zugänglich und fördert den Dialog zwischen Künstler*innen, Studierenden und Besuchenden.
Ort: Baumwollspinnerei Leipzig, Spinnereistraße 7, 04179 Leipzig

Geschichte erforschen, Geschichte erzählen – Schockens Gärten (bis 18.30 Uhr)

Rundgang/Führung
Veranstalter: Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow
Wie wird aus Wissenschaft eine Geschichte, die neugierig macht? Das Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow (DI) erforscht jüdische Lebenswelten im mittleren und östlichen Europa – interdisziplinär, epochenübergreifend und bis in die Gegenwart. Seine Forschung macht Geschichte sichtbar, eröffnet neue Perspektiven und lädt dazu ein, historische Zusammenhänge neu zu entdecken. Die aktuelle Ausstellung in den Räumen des Instituts führt nach Jerusalem: Sie erzählt von der Entstehung eines außergewöhnlichen Gartens in den Jahren 1936 bis 1938 und nimmt die Besucherinnen und Besucher mit in eine Zeit, in der Jüdinnen und Juden aus Deutschland fliehen und auswandern mussten. Der Garten wird dabei zum Gegenort – zu einem Ort des Wachsens, Gestaltens und Neuanfangs inmitten einer von Verfolgung und Zerstörung geprägten Zeit. Dabei ist auch der Ausstellungsort selbst Teil der Geschichte: Das Institut liegt im Leipziger Graphischen Viertel, dem historischen Zentrum der Buchstadt Leipzig, das im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde.
Ort: Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, Goldschmidtstr. 28, 04103 Leipzig

Wissenschaft zum Anfassen, Ausprobieren und Mitreden an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Wissenschafts-Parcours
Veranstalter: Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig)
Was braucht es, damit WissKomm in Krisenzeiten Räume schafft, in denen Menschen trotz unterschiedlicher Erfahrungen und Perspektiven aufeinander zugehen können? Beim Wissenschafts-Parcours an der HTWK Leipzig können Gäste an verschiedenen Stationen erleben, wie WissKomm Begegnungen ermöglicht und wo sie an ihre Grenzen kommt: Wir zeigen Exponate, über die Sie in den Dialog kommen können (u. a. aus Photovoltaiktechnik, Geotechnik, Leichtbau und Architektur), führen in Laboren (u. a. zum 3D-Druck und zur Verpackungstechnik) Experimente durch und sprechen bei einem Sachcomic zu häuslicher Gewalt über gesellschaftliche, schlecht sichtbare Konflikte. Jede Station steht für eine andere Art, Wissenschaft zugänglich zu machen und ermöglicht das Erleben unterschiedlicher Facetten von WissKomm.

Ort: HTWK Leipzig, Start im Nieper-Bau, Karl-Liebknecht-Straße 134, 04277 Leipzig

Zwischen Wolkenlabor und Gründächern im Wissenschaftspark (Bus-Shuttle: 16:40 Uhr)

Führung
Veranstalter: Wissenschaftspark Leipzig e.V. (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung (IOM), Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) und Deutsches Biomasseforschungszentrum (DBFZ))
Der Wissenschaftspark Leipzig steht für renommierte Forschung, lange Wissenschaftstradition und eine wechselvolle Geschichte. Die Forschung, die heute hier betrieben wird, spannt einen weiten Bogen von der Erforschung kleinster Partikel in Wolken bis zur energetischen und integrierten stofflichen Nutzung von Biomasse – von der Entwicklung innovativer Oberflächentechnologien bis zur terrestrischen Umweltforschung, die sich mit dem Zustand und dem Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen befasst. Auf dem 16 Hektar großen Gelände im Nordosten Leipzigs forschen und arbeiten derzeit 1.650 Menschen aus aller Welt in sieben universitären An-Instituten, Firmen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die u. a. zur Helmholtz- oder Leibniz-Gemeinschaft gehören.
Ort: Wissenschaftspark Leipzig, Permoserstraße 15, 04318 Leipzig // Abfahrt per Bus-Shuttle 16:40 Uhr an der Kongresshalle

Eine Tour von den Anfängen der Psychologie zur Forschung am MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften

Rundgang
Veranstalter: Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS)
Das Wirken von Gustav Theodor Fechner und Wilhelm Wundt legte die Grundsteine für die Entstehung der modernen Psychologie. Fechners Untersuchungen im Bereich der Psychophysik und Wilhelm Wundts daran anschließende Etablierung systematischer Experimente zur Erforschung des Bewusstseins führten zur Entstehung einer eigenständigen Wissenschaft, der experimentellen Psychologie. Die aktuelle Forschung am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften knüpft an diese Geschichte an. Beispielsweise mit Hilfe der Magnetresonanztomografie erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die menschliche Kognition, höhere Hirnfunktionen, wie beispielsweise die Sprache, und deren neuronale Grundlagen. Erfahren Sie mehr über die Anfänge der experimentellen Forschung auf diesem Gebiet und lernen Sie aktuelle Methoden und Entwicklungen kennen!
Ort: Treffpunkt im Wilhelm-Wundt-Zimmer, Städtisches Kaufhaus am Neumarkt 9-19; Ende der Tour: Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Stephanstrasse 1a (ca. 1,3 km)

Freitag, 11.12. / 09.00-11.00 Uhr

Antarktisfrühstück im Asisi-Panometer

Gespräch und Führung
Veranstalter: Panometer Leipzig, Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) und Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI)
Seit Januar 2026 ist die Antarktis im Leipziger Panometer durch ein 32 m hohes Rundbild des Panorama-Künstlers Yadegar Asisi zu erleben. Seit 2016 untersuchen Leipziger Forschende im Rahmen eines DFG-Transregios unter Leitung der Universität Leipzig die Wolken in Polargebieten, um den Klimawandel dort besser zu verstehen. Sie waren u. a. bei „MOSAiC“, der größten Arktis-Expedition aller Zeiten, auf dem Forschungseisbrecher Polarstern dabei und bereiten gerade umfangreiche Expeditionen für „Antarctica InSync“ 2027–2030 vor. Vor welchen Herausforderungen steht die Wissenschaftskommunikation bei solchen Expeditionen? Die Wissenschaftsfotografin Esther Horvath (AWI) und die Wolken-Professorin Mira Pöhlker (TROPOS) berichten und diskutieren beim Antarktis-Frühstück. Anschließend Führung durch das 360°-Panorama und die Begleitausstellung.
Ort: Panometer Leipzig, Richard-Lehmann-Straße 114, 04275 Leipzig
Anreise mit ÖPNV: via Bus 70 (Haltestelle: Altenburger Straße, 600 m zu Fuß), Tram 9 (Haltestelle: Arthur-Hoffmann-/Richard-Lehmann-Str., 800 m zu Fuß), Tram 16 (Haltestelle: Richard-Lehmann-/Zwickauer Str., 1 km zu Fuß) oder S-Bahn (Haltestelle: MDR, 1,4 km zu Fuß).

Elefant, Tiger und Wissenschaft im Zoo Leipzig

Führung
Veranstalter: Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung – iDiv
In dieser besonderen Zoo-Führung geht es um Biodiversität, ihre Erforschung und ihre Kommunikation. Der Zoo Leipzig bietet dafür einen anschaulichen Ort: Die Führung verbindet Elemente einer klassischen Zooführung mit Einblicken in die Leipziger Biodiversitätsforschung – bei iDiv, dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie und der Universität Leipzig. Dabei geht es unter anderem um die Erforschung von Menschenaffen im Zoo, ein Baumexperiment in der Tropenhalle „Gondwanaland“ und die Modellierung von Wäldern. Außerdem diskutieren wir, wie Biodiversität(-sforschung) gut kommuniziert werden kann.
Ort: Pfaffendorfer Str. 29, 04105 Leipzig // Eingang Zoo direkt neben der Kongresshalle Leipzig (Haupteingang)

Einblicke in die Ausstellungswerkstatt des Deutschen Buch- und Schriftmuseums

Rundgang
Veranstalter: Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutscher Platz 1
Eine zentrale Aufgabe von Museen ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse für ein breites Publikum zu erschließen und in aktuelle gesellschaftliche Diskurse einzuspeisen. Dabei spielt das Medium Ausstellung eine wichtige Rolle. Die Führung gibt einen Einblick in die Konzeption und Umsetzung wissenschaftsbasierter Ausstellungen. Zugleich fragt sie nach möglichen Grenzen für die Komplexitätsreduktion und Popularisierung von Wissen in Museen – ethische, bildungspolitische oder wissenschaftstheoretische Grenzen, die bei der Bildungsarbeit von Museen berücksichtigt werden sollten.
Ort: Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutscher Platz 1

Transformationen als Thema einer lebendigen Stadtgeschichtsvermittlung

Führung
Veranstalter: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Veränderung ist der natürliche Aggregatzustand einer Stadtgesellschaft – sie zu dokumentieren und immer wieder neu zu akzentuieren, eine zentrale Aufgabe der historisch-musealen Vermittlung. Die Führung begibt sich in den Räumen des historischen Alten Rathauses auf die Spur wichtiger Umbruchzeiten der Leipziger Geschichte. Ein Fokus liegt dabei auf der Vor- und Nachgeschichte der Friedlichen Revolution 1989 sowie ihrer gegenwartsbezogenen kritischen und partizipativen Darstellung. Zugleich werden weitere „Sattelzeiten“ und Umbruchsituationen aus mehreren Jahrhunderten Leipziger Vergangenheit gestreift und im Rahmen des Rundgangs gern auch diskutiert.
Ort: Stadtgeschichtliches Museum (Altes Rathaus), Markt 1, 04109 Leipzig